Anzugsbolzen von FUTURO, NERIOX und DIEBOLD verbinden Werkzeughalter mit dem Werkzeugwechsler von Bearbeitungszentren und übertragen dabei die volle Spannkraft ins Spindellager. Ob DIN 69872, ISO 7388, MAS-BT nach JIS-B 6339 oder herstellerspezifische Varianten für Mori-Seiki und Mazak: Bei Toolster findest du den passenden Anzugsbolzen für dein Werkzeugaufnahmesystem in Werkzeugbau und CNC-Fertigung.
Anzugsbolzen für Werkstatt und industrielle Fertigung
Anzugsbolzen werden in den Kegelschaft eines Werkzeughalters eingeschraubt und stellen die Verbindung zum Spannsystem der Maschinenspindel her, damit der Werkzeugwechsler den Halter automatisch greifen, einwechseln und mit der erforderlichen Kraft fixieren kann. Innerhalb der Kategorie unterscheiden sich die Bolzen vor allem nach der zugrundeliegenden Norm und der Bauform: DIN 69872 und ISO 7388 sind in Europa verbreitet, während MAS-BT nach JIS-B 6339 vor allem bei japanischen Maschinenherstellern zum Einsatz kommt. Wer den exakt zur Werkzeugmaschine und zum Werkzeughaltersystem passenden Anzugsbolzen wählt, sorgt für eine sichere, wiederholgenaue Werkzeugübergabe ohne Beschädigung von Spindel oder Wechslergreifer.
Zu den wichtigsten Produktgruppen zählen die NERIOX und DIEBOLD Anzugsbolzen nach DIN 69872 in Form A mit Bohrung sowie Form B ohne beziehungsweise mit durchgehender Bohrung, je nach Anforderung an die Kühlmittelzufuhr durch den Bolzen. Für Maschinen nach der internationalen Norm liefern NERIOX, FUTURO und DIEBOLD den passenden Anzugsbolzen ISO 7388 Form B, wahlweise mit oder ohne Bohrung und mit O-Ring abgedichtet für den Einsatz mit innerer Kühlmittelzufuhr. Für japanische Maschinenstandards ergänzt FUTURO das Sortiment mit dem Anzugbolzen MAS-BT nach JIS-B 6339 mit Bohrung und O-Ring, während NERIOX zusätzlich Varianten mit 30°, 45° und 90° Kopfwinkel für unterschiedliche Spannsysteme führt. DIEBOLD deckt mit MAS BT 1 und MAS BT 2 zwei gängige Grössenstufen ab und liefert zudem einen Anzugsbolzen mit Ott-Ringnut nach DIN 2080 und DIN 69782 für ältere Spannsysteme.
Technisch entscheidend für die Wahl des richtigen Anzugsbolzens ist neben der Norm vor allem die Frage der Kühlmittelführung: Bolzen mit Bohrung leiten das Kühlmittel durch den Bolzen hindurch zum Werkzeug, während Ausführungen ohne Bohrung für Anwendungen ohne innere Kühlmittelzufuhr ausreichen und dabei eine höhere Stabilität bieten. Die durchgängige Abdichtung mittels O-Ring bei nahezu allen NERIOX-, FUTURO- und DIEBOLD-Ausführungen verhindert dabei zuverlässig das Austreten von Kühlmittel an der Verbindungsstelle zwischen Bolzen und Werkzeughalter. Für Maschinen bestimmter Hersteller liefert NERIOX zudem spezifisch angepasste Anzugsbolzen wie die Ausführungen für Mori-Seiki mit den Längenmassen L2=26 und L2=29 sowie für Mazak nach CAT-Standard, jeweils mit einer Bohrung von 6 beziehungsweise 7 mm Durchmesser, um die exakte Kompatibilität mit dem jeweiligen Spindelsystem sicherzustellen.
Ergänzend zum Anzugsbolzen benötigst du für den kompletten Werkzeughalter meist noch weitere Komponenten aus dem Bereich Spannmittelzubehör, etwa passende Spannzangen, Spannmuttern oder Werkzeug-Montageblöcke, mit denen sich der Anzugsbolzen sicher ein- und ausschrauben lässt, ohne den Werkzeughalter zu beschädigen. Achte beim Nachrüsten oder Ersetzen eines Anzugsbolzens zudem darauf, dass die Kopfform exakt zum Spanngreifer des Wechslersystems passt, da bereits kleine Abweichungen bei Kegelwinkel oder Kopfform zu einer unsicheren Werkzeugübergabe führen können.
Bei der Verarbeitung und Auswahl des richtigen Anzugsbolzens ist besonders auf die passende Zuordnung von Norm, Bohrungsvariante und Maschinenhersteller zu achten, da ein DIN-69872-Bolzen nicht mit einem MAS-BT-System kompatibel ist und umgekehrt. Prüfe bei Anwendungen mit innerer Kühlmittelzufuhr zudem, ob dein gewählter Anzugsbolzen über eine durchgehende Bohrung und O-Ring-Abdichtung verfügt, da eine fehlende Abdichtung zu Leckagen und Druckverlust im Kühlsystem führt. Für Maschinen bestimmter Fabrikate wie Mori-Seiki oder Mazak lohnt sich zudem der gezielte Griff zu den herstellerspezifischen NERIOX-Varianten, da diese die individuellen Längen- und Bohrungsmasse exakt berücksichtigen und dadurch Kompatibilitätsprobleme von vornherein ausschliessen.
Welcher Anzugsbolzen eignet sich für eine Maschine mit innerer Kühlmittelzufuhr? Für eine Maschine mit innerer Kühlmittelzufuhr eignet sich ein Anzugsbolzen mit Bohrung und O-Ring-Abdichtung, wie ihn NERIOX, FUTURO und DIEBOLD in den Ausführungen DIN 69872 Form A oder ISO 7388 Form B mit Bohrung anbieten. Die Bohrung leitet dabei das Kühlmittel gezielt durch den Bolzen zum Werkzeug, während der O-Ring die Verbindungsstelle zuverlässig abdichtet. Was ist der Unterschied zwischen DIN 69872 und MAS-BT nach JIS-B 6339? DIN 69872 ist die in Europa verbreitete Norm für Anzugsbolzen und wird häufig mit europäischen Werkzeugmaschinen kombiniert, während MAS-BT nach JIS-B 6339 vor allem bei japanischen Maschinenherstellern zum Einsatz kommt. Die beiden Systeme sind nicht untereinander austauschbar, da sich Kegelwinkel und Kopfform des Bolzens unterscheiden. Wann lohnt sich ein herstellerspezifischer Anzugsbolzen wie für Mori-Seiki oder Mazak? Ein herstellerspezifischer Anzugsbolzen lohnt sich, wenn deine Maschine von den gängigen Normmassen abweichende Längen- oder Bohrungsmasse verlangt, wie es bei den NERIOX-Ausführungen für Mori-Seiki mit L2=26 oder L2=29 mm der Fall ist. Die exakte Passform verhindert dabei Kompatibilitätsprobleme, die bei einem generischen Bolzen auftreten könnten. Welches Zubehör wird häufig zusammen mit einem Anzugsbolzen kombiniert? Häufig kombiniert werden passende Spannzangen und Spannmuttern für die eigentliche Werkzeugaufnahme sowie ein Werkzeug-Montageblock, mit dem sich der Anzugsbolzen sicher in den Werkzeughalter ein- und ausschrauben lässt. Für Anwendungen mit häufigem Werkzeugwechsel lohnt sich zudem die Kontrolle der O-Ring-Abdichtung, da diese als Verschleissteil regelmässig ersetzt werden sollte.
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